Knausgard
Andreas_Krauss
Andreas Krauß

Lassen Sie sich nicht abschrecken von der Aussicht, Sie fesselten sich an ein großes Leseprojekt. Es lohnt sich. Es ist groß, größer aber ist die Konsequenz mit der Karl Ove Knausgard sein auf 6 Bände konzipiertes autobiographisches Werk angelegt hat.
„Sterben“ ist der fulminante Auftakt. Im Deutschen liegen neben „Sterben“ die Bände „Lieben“, „Spielen“ und „Leben“ vor. Die deutsche Gemeinde wartet auf zwei weitere Bände.
Mit dem Sterben, mit dem Tod des Vaters, beginnt Knausgard seine sehr persönliche literarische Auseinandersetzung.
Kompromisslos gegen sich selbst und andere beschreibt er mit der Präzision eines Chirurgen und der Genauigkeit eines Archäologen. Knausgards Sprache evoziert Gefühle wie Trauer, Ekel, aber auch das schöne Gefühl, an einem großen literarischen Werk teilhaben zu dürfen.

„Wenn mich das Leben eins gelehrt hat, dann es zu ertragen, es nie in Frage zu stellen, und die Sehnsucht, die dadurch entsteht, in meinem Schreiben zu verbrennen.“

Karl Ove Knausgard
Sterben
btb, 576 S., März 2013
Hier erhältlich

 

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